China gilt wie Japan als extrem kompliziert. Chinesen messen fast jedem Wort, jedem Satz und jeder Mimik bestimmte Absichten bei. Für uns Europäer bringt die chinesische Etikette zahlreiche Fettnäpfchen. Im Reich der Mitte existieren viele Grundregeln, die man kennen sollte.

Die kulturelle Vergangenheit Chinas ist beeindruckend. Unzählige geschichtliche und archäologische Schätze wurden bis heute bewahrt: Aus der Bronzezeit sind die schönsten Stücke im Museum von Shanghai ausgestellt, aus der Herrschaftszeit von Qin Shihuangdi, der im 3. Jahrhundert vor Christus das Land vereinheitlichte, stammt die Grosse Mauer. Die Ming-Kaiser bauten den Kaiserpalast und den Himmelstempel in Peking. Während der Dynastien Qing und Tang im 10. Jahrhundert war Xi’an mit 1 Million Einwohnern die grösste Stadt der Welt.

Einwohner in China

China ist ein sehr bevölkerungsreiches Land und weisst eine relativ hohe Bevölkerungsdichte auf. Der grösste Teil der Bevölkerung Chinas lebt jedoch in den Provinzen entlang der Küste und im östlichen Zentralchina. Im Westen nimmt die Zahl der Einwohner stark ab. Ungefähr 93% der Einwohner sind Han (Chinesen) und bewohnen vor allem das Zentrum und den Osten, die grossen Agglomerationen und die Küstenregionen Chinas.

Chinesische Sprachen werden heute von ungefähr 1,3 Milliarden Menschen gesprochen, von denen die meisten in der Volksrepublik China und in Taiwan leben. Dies entspricht einem Fünftel der Menschheit. In vielen anderen Ländern - vor allem in Südostasien - gibt es grössere chinesischsprachige Minderheiten.

Die Geschichte Chinas

Einzigartig ist, dass China seit seiner Entstehung seine geographische und kulturelle Eigenheit und einen grossen Teil der sozialen Philosophie bewahrt hat und somit eine der ältesten Zivilisationen der Welt ist. Das Land hat während 6'000 Jahren viel erlebt: Perioden von Auf- und Abschwung, Zeiten in denen die Landesgrenzen weit vor oder hinter den Heutigen lagen, Phasen brillanter Entwicklung und Phasen der Depression. Unvergesslich bleibt im chinesischen Nationalbewusstsein das Goldene Zeitalter im 7.-8. Jahrhundert, in dem China viel zum Aufschwung der Menschheit beigetragen hat. Die Chinesen fühlen sich seit jeher mit dieser alten Zivilisation sehr verbunden und obwohl der innere Zusammenhalt Chinas stets gefährdet war, blieb dieses Gefühl bei den Chinesen immer erhalten.

Die Geschichte Chinas ist sehr eng mit der Wirtschaft des Landes verbunden. Seit Jahren ist die Wirtschaft Chinas stark von den Ereignissen in der Politik und von den Bewegungen im Land beeinflusst.

Geografie von China

China ist nach Russland, Kanada und den USA das viertgrösste Land der Welt. Das Reich der Mitte heisst seit 1949 Volksrepublik China und erstreckt sich über eine Fläche von rund 9'600'000 km2. China grenzt an die Länder Nordkorea, Mongolei, Russland, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan, Burma, Laos und Vietnam.

Reisfeld in  China

Eine Reise nach China ist eine der faszinierendsten Erfahrungen, die ein Reisender überhaupt machen kann. China ist eine andere Welt, die einen anzieht, einem gefällt und niemanden unberührt lässt. Seit der ersten Begegnung zwischen Orient und Okzident auf der Seidenstrasse bliebt der Austausch gemischt mit Neugier, Bewunderung und Unverständnis, während Jahrhunderten bestehen und überwand die Distanzen zwischen diesen zwei Welten.